Die Umwelt- oder Abwrackprämie der Bundesregierung hat zu einer Flut von Neuzulassungen vor allem auf dem Kleinwagensektor geführt. Für die 250.000 Besitzer neuer Autos stellt sich nun auch die Frage nach der geeigneten Versicherung für den Neuwagen.
Es gibt verschiedene Arten der Versicherung für ein Automobil. Die teuerste aber auch “komfortabelste” ist hierbei die Vollkaskoversicherung. Die Vollkaskoversicherung deckt alle Schäden ab, die durch das Fahrzeug verursacht werden. In besonderen Fällen kann dies sogar bei schuldhaftem Verhalten des Fahrzeugführers gelten, wobei sich die meisten Versicherer bei grob fahrlässigem Verhalten ihrer Zahlungszusage zu Recht entziehen: Wer etwa stark angetrunken einen Unfall verursacht, kann in den seltensten Fällen auf die Versicherung hoffen.
In den meisten Fällen gibt es in der Vollkaskoversicherung eine Selbstbeteiligung, die dazu führt, dass der oder die Versicherte kleinere Schäden selber begleichen muss. Diese Selbstbeteiligung kann unterschiedlich hoch ausfallen, schlägt sich aber auf den Tarif nieder: Eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung ist extrem teuer und lohnt nur bei sehr wertvollen Fahrzeugen.
Hinzu kommt, dass die Versicherung den Kunden in eine höhere Schadensklasse einstuft, falls dieser die Versicherung mehrfach in Anspruch nimmt. In der Praxis bedeutet dies, dass viele Kunden zwar eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen haben, diese jedoch faktisch nie in Anspruch nehmen, da die Beiträge ansonsten rasch den zu reparierenden Schaden übersteigen würden.
Sinnvoll ist eine Vollkaskoversicherung vor allem für neue Fahrzeuge oder wertvolle Oldtimer sowie für Eltern, die ihrem Kind ein Auto zur Verfügung stellen, denn gerade bei Fahranfängern besteht ein hohes Unfallrisiko mit unabsehbaren Folgen.